Meditation & Achtsamkeit

Meditation lernen: In fünf Schritten zur inneren Ruhe

Meditation klingt für viele nach Räucherstäbchen und stundenlangem Stillsitzen. Dabei ist sie ganz einfach und für jeden machbar. Mit diesen fünf Schritten findest Du Deinen Einstieg.

Jens Zuschke bei der Meditation

Für mich gehört Meditation zum Alltag wie das Zähneputzen. Sie hat mir geholfen, ruhiger zu werden, besser zu schlafen und mich von einem hektischen Außen nicht mehr überrollen zu lassen. Und das Beste: Du brauchst dafür keinerlei Vorkenntnisse. Nur ein bisschen Neugier.

Schritt 1: Einen festen Platz wählen

Such Dir einen ruhigen Ort, an dem Du für ein paar Minuten ungestört bist. Das kann ein Sessel sein, eine Ecke im Schlafzimmer oder eine Bank im Park. Wichtig ist nicht die perfekte Umgebung, sondern dass Du diesen Platz immer wieder aufsuchst. So verbindet Dein Kopf ihn mit Ruhe.

Schritt 2: Bequem sitzen

Setz Dich aufrecht hin, aber verkrampf Dich nicht. Du musst nicht im Schneidersitz auf dem Boden sitzen. Ein Stuhl ist völlig in Ordnung. Locker sitzen ist wichtiger als perfekt sitzen. Zieh Dir gern ein paar warme Socken an, damit Dich nichts ablenkt.

Schritt 3: Auf den Atem achten

Lenke Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Atem. Spüre, wie die Luft ein- und ausströmt. Du musst nichts verändern, nur beobachten. Der Atem ist Dein Anker: Immer, wenn Du merkst, dass Du abgeschweift bist, kehrst Du zu ihm zurück.

Schritt 4: Gedanken ziehen lassen

Jetzt kommt der Punkt, an dem viele glauben, sie könnten nicht meditieren: Die Gedanken kommen. Das ist völlig normal und kein Fehler. Der Trick ist nicht, keine Gedanken zu haben, sondern ihnen nicht hinterherzulaufen. Nimm sie wahr, lass sie ziehen wie Wolken am Himmel und kehre freundlich zum Atem zurück.

Schritt 5: Klein anfangen und dranbleiben

Fang mit fünf Minuten am Tag an. Lieber jeden Tag kurz als einmal die Woche lang. Regelmäßigkeit ist der Schlüssel. Nach ein paar Wochen wirst Du merken, dass sich etwas verändert: Du reagierst gelassener, schläfst leichter ein und findest schneller zu Dir zurück.

Wenn Du es gemeinsam ausprobieren willst

Manchmal ist der Einstieg zu zweit leichter. In meiner Einführung in die Meditation in Bautzen zeige ich Dir verschiedene Meditationsarten, die Du direkt erlebst, und beantworte Deine Fragen. Wenn Du tiefer eintauchen möchtest, findest Du in meinen Berichten aus dem Schweigekloster einen Eindruck davon, wohin Stille führen kann.

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